Warum ist der Router plötzlich offline und was hat VLAN am Telekom IP-Anschluss damit zu tun?

Warum komme ich nicht mehr ins Internet, die Verbindung kann nicht herstellt werden, dann könnte es hieran liegen:

Hinter dem Begriff Netzumschaltung bei der Telekom steckt ein Umbau der Netzinfrastruktur, welche z.B. auch Änderungen auf Kundenseite mit sich bringt. So gibt es i.d.R. eine gewisse Mitwirkungspflicht auf Kundenseiten, was den Router, Modem oder Firewall betrifft.

Informationen gibt es zwar im Netz genug, aber muss sie auch finden bzw. nach dem richtigen Suchen.  Die Telekom bietet u.a. diesen Link an:

http://telekom.de/netzumschaltung

Stichwort ist hier “BNG”.

In der Regel funktioniert die Umstellung schnell und ohne Probleme. Allerdings gibt es einige Voraussetzungen, die vorher geprüft werden sollten. Geräte von der Telekom wie Speedport oder Speedlink besitzen die Möglichkeit eines automatischen Firmwareupdates. Dies sollte auf keinen Fall deaktiviert sein. Wichtig ist also die neuste Firmware auf dem Gerät.

Auch die Fritzbox macht die Umstellung mit der neusten Firmware problemlos mit.

Nicht alle Router erkennen die “neue” Anschlussart sofort. Auch wenn ein separtes Modem vorgeschaltet ist oder die Firewall die PPPoE Einwahl macht, dann kann die Erkennung nicht sauber funktionieren. Ein manuelle Eingriff ist dann notwendig.

Nach der Umstellung auf BNG ist das setzen des VLAN 7 Tags im Router oder Modem für die WAN Verbindung notwendig. Nur dann kann die PPPoE Verbindung aufgebaut werden. Bei Entertain kommt zusätzlich noch VLAN 8 dazu für das IPTV.

Das VLAN Tag kann im Modem gesetzt werden für alle Verkehre die ins WAN gehen, es kann aber auch von dem Gerät gesetzt werden, welches die PPPoE Verbindung aufbaut.

Übrigens kommt das VLAN 7 Tag nur bei ADSL Anschlüssen und BNG neu dazu, bei VDSL Anschlüssen muss es schon immer gesetzt sein, mit und ohne BNG.

neuer Anschluss was tun

Aktuell wird ja in vielen Gebieten Deutschlands das Internet ausgebaut. Nach einem Tarifwechsel sind dann 50 oder 100 Mbit/s möglich.

Hierbei gilt es aber auch zu beachten, das man den Splitter auf jeden Fall entfernt. Auch den NTBA (falls vorhanden) braucht man nicht mehr, da alle neuen Anschlüsse IP-Anschlüsse sind. Hier wird ggf. ein Router/Gateway mit ISDN und/oder analogen Schnittstellen notwendig.

Darüber hinaus ist es wichtig, das die neuen schnelle Anschlüsse ein VDSL Vectoring Modem benötigen. Moderne Router haben das integriert, allerdings ältere Geräte nicht immer.

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